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Sonntag 07. Dezember 2014 14:18 Alter: 4 Monat(e)
Kategorie: Spielberichte 1. Männer
Von: Mayk Schulz

Punkteteilung im Verbandsliga-Derby


Handball SG Greifswald – Stralsunder HV II 22:22 (10:13)

Die Sporthalle I entwickelt sich langsam mehr und mehr zu einem Garanten für spannende Handballkost. Nachdem man in der Vorwoche gegen Grimmen einen möglichen Sieg in der Schlussphase verspielte, konnte man an diesem Samstag ein fast verloren geglaubtes Spiel in den letzten Minuten in ein Remis umwandeln. Dabei konnte die Handball SG auch dieses Mal wieder nicht auf den gesamten Kader zurückgreifen. Mit Dietrich, Kruppa, Zirzow und dem Langzeitverletzten Uecker fehlten gleich 4 Stammspieler. Dennoch war man gewillt gegen die zweite Mannschaft des Stralsunder HV zwei Punkte einzufahren, um im Kampf um die Meistermannschaft auch weiterhin ein Wörtchen mitzureden zu können. Dass das eine schwere Aufgabe werden würde, war klar, denn die Gäste reisten in Bestbesetzung an.

So entwickelte sich eine sehr ansehnliche Verbandsliga-Partie, die vor allem von den Abwehrreihen dominiert wurde. Bis zum 5:4 in der 15. Minute war es ein absolut ausgeglichenes Spiel. Doch nun folgte eine Phase im Greifswalder Spiel, in der man die sich bietenden Torchancen nicht konsequent genug nutzte. Diese Schwäche nutzten die Stralsunder um den knappen Rückstand in eine 6:9 Führung in der 23. Minute umzuwandeln. Bis zum Halbzeitpfiff fielen die Tore nun abwechselnd auf beiden Seiten, so dass es beim Stand von 10:13 in die Kabine ging. „In der ersten Halbzeit haben wir keinen richtigen Zugriff zum Spiel gefunden, da wollte Stralsund den Sieg mehr als wir.“ war die Meinung von Trainer Andreas Schulz über die ersten 30 Minuten. Er forderte für die zweite Halbzeit mehr Emotionen von seinen Spielern um das Spiel noch zu drehen. Und Emotionen sollte er noch genug zu sehen bekommen.

Nach dem Wiederanpfiff waren die Hausherren sofort hellwach und konnten so in der 38. Minute den Anschluss zum 13:14 herstellen. Doch der Ausgleich gelang zunächst nicht. Ganz im Gegenteil. Die Stralsunder übernahmen wieder das Zepter und setzten sich in der 49. Minute bis auf 16:20 ab. Im Greifswalder Angriffsspiel lief nicht viel zusammen. Immer wieder blieb man im gegnerischen Abwehrverband hängen. Es war auch dem Greifswalder Torhüter Timo Nickel zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel, denn mit seinen Paraden, darunter 3 gehaltenen Siebenmetern, stellte er die Gäste zwischenzeitlich immer wieder vor Probleme. Als man in der 53. Minute beim 18:22 immer noch mit 4 Toren hinten lag, glaubten wohl nur noch die kühnsten Optimisten an etwas Zählbares für die Handball SG. Doch die Greifswalder gaben sich noch nicht auf. Insbesondere der routinierte Linksaußen Daniel Wodke übernahm Verantwortung und traf nach Belieben. So schmolz der Rückstand Tor um Tor. Die nun merklich verunsicherten Stralsunder verloren komplett ihre Linie. Würfe die doch noch den Weg in Richtung Greifswalder Tor fanden blieben in der aufopferungsvoll kämpfenden Abwehr oder in den Fängen von Keeper Nickel hängen. So gelang 40 Sekunden vor dem Abpfiff der Ausgleich zum 22:22. Den nächsten Angriff der Gäste konnte man erneut unterbinden und so kamen die Hausherren selber nochmal in Ballbesitz. 6 Sekunden vor Schluss nahmen die Hausherren ihre Auszeit um die taktische Vorgabe für den letzten Angriff zu besprechen. Der letzte Wurf fand aber nicht mehr den Weg ins Tor, das wäre vielleicht auch zu viel des Guten gewesen.

Die Freude über diesen gewonnen Punkt war dennoch riesengroß und auch das Trainerduo Krabbe/Schulz war am Ende zufrieden: „Im zweiten Durchgang sind wir dem Pausenrückstand permanent hinterhergelaufen. Die Umstellung der Abwehr 10 Minuten vor Schluss brachte dann die Wende, um aus einem fast schon verlorenen Spiel einen glücklichen Punktgewinn zu machen.“

Am kommenden Samstag beginnt bereits die Rückrunde in der Verbandsliga. Dann empfängt man um 19:00 Uhr die HSG Uni Rostock.

7-Meter: Greifswald 6/5; Stralsund 4/1
2-Minuten: Greifswald 4, Stralsund 4

Handball SG spielte mit: Nickel, Mittelstädt (n.e.), Bleul (1), Mouginot (2), Marks (3), Altenburg (4), Teige, Dachner, Formella, Wodke (13/5), Schulz

Fotos: Werner Franke (Ostsee Zeitung)


 

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