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Sonntag 01. März 2015 13:55 Alter: 6 Monat(e)
Kategorie: Spielberichte 1. Männer
Von: Mayk Schulz

1. Männer kippen Spiel in der Schlussviertelstunde


Handball SG Greifswald – HV Altentreptow 26:22 (12:14)

Die Männer der Handball SG konnten am vergangenen Samstag ihre Tabellenführung in der Verbandsliga verteidigen. Sie gewannen nach einer umkämpften Partie gegen den HV Altentreptow am Ende mit 26:22. Doch das Spiel war nichts für schwache Nerven, denn die Entscheidung fiel erst in den letzten Minuten des Spiels. Dabei gestaltete sich aus Sicht der Greifswalder die Anfangsphase alles andere als optimal. In den ersten 5 Spielminuten gelangen beiden Teams nur jeweils ein Treffer. Als Daniel Wodke zum 2:1 traf, hofften alle, dass sich das Spiel langsam zugunsten der Hausherren entwickelte, aber das war weit gefehlt. Den SG-Spielern gelang in der Folgezeit einfach gar nichts. Es fehlte an der nötigen Spritzigkeit und Bewegung im Angriffsspiel. Die sich dann noch bietenden Torchancen wurden auch noch kläglich vergeben. So geriet man in der 11. Minute mit 2:5 ins Hintertreffen. Und es zeigte sich zunächst keine nennenswerte Verkürzung des Rückstandes, denn die Tore fielen abwechselnd auf beiden Seiten. So betrug der Rückstand beim 6:9 in der 18. Minute immer noch drei Tore. Da die Gäste aber immer wieder aus dem Rückraum zum Torerfolg kamen, und die Hausherren einfach nicht das nötige Wurfglück hatten, gerieten die Hansestädter beim 6:11 mit 5 Toren schon recht deutlich ins Hintertreffen. In den folgenden Minuten gelang es dann endlich, das in der Mannschaft steckende Potential abzurufen. Nach drei Toren ohne Gegentreffer gelang in der 22. Minute der Anschluss zum 9:11. Diese knappe Führung konnten die Altentreptower dann auch bis zum Halbzeitpfiff verteidigen, als es mit 12:14 in die Kabine ging. Da gab es einiges zu besprechen bei den Greifswaldern. Mit der Chancenverwertung war das Trainerduo Krabbe/Schulz alles andere als zufrieden. Mit 13 Fehlwürfen in einer Halbzeit kann man einfach kein Spiel gewinnen. So lautete die Devise für den zweiten Durchgang, Ruhe bewahren, Fehlerquote minimieren und mit einer beherzten Abwehrarbeit den Gegner zu Fehlern zwingen. Doch irgendwie war im Spiel der Greifswalder immer noch der Wurm drin. Zu pomadig agierte man im Angriffsspiel. Das machte es der Altentreptower Abwehr relativ leicht, das Angriffsbemühungen der Handball SG zu unterbinden. So konnten sich die Gäste wieder ein kleines Polster erspielen als es in der 41. Minute 14:18 stand. Doch wer nun glaubte, dass schon etwas endschieden sei, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Binnen weniger Minuten konnte das Spiel gekippt werden. Es war eine Mischung aus Einzelaktionen und gelungenem Kombinationsspiel, was dafür sorgte, dass die Greifswalder das Spiel nun endlich an sich rissen. In der 44. Minute gelang so der Anschluss zum 17:18. Der Ausgleich blieb allerdings zunächst verwehrt. Der gelang erst beim 19:19. Da nun anscheinend die Kräfte bei den Gästen langsam schwanden, konnten die Greifswalder nachsetzen und gingen durch Tore von Rückraumspieler Yves Altenburg in der 55: Minute mit 23:20 in Führung. Die Altentreptower reagierten und stellten auf eine offensive Abwehrvariante um. Das brachte die Handball SG aber nicht mehr von der Siegerstraße ab und am Ende freuten sich alle Spieler über den 26:22 Heimsieg.
„Das Spiel war heute sehr hektisch und zerfahren. Sicher nichts für Handballästheten aber Ende zählt für uns nur der doppelte Punktgewinn auch wenn der Sieg am Ende vielleicht etwas hoch ausgefallen ist. Mit so einer Leistung wie heute wird es allerdings sehr schwer gegen die unmittelbaren Konkurrenten aus Stralsund und Grimmen zu bestehen. Da liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns.“ resümierte das Trainergespann Krabbe/Schulz nach dem Abpfiff.

7-Meter: Greifswald 6/4; Altentreptow 5/3
2-Minuten: Greifswald 3; Altentreptow 3
Handball SG spielte mit: Nickel, Mittelstädt (beide im Tor), Bleul, Mouginot, Kruppa, A. Schulz (2 Tore), Zirzow (3), Altenburg (9/2), Uecker (5), Teige, Formella, Wodke (7/1), Warmer

Fotos: Werner Franke (Ostsee Zeitung)


 

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