< Handballkrimi im 1. Endrundenspiel
Montag 27. März 2017 16:50 Alter: 4 Monat(e)
Kategorie: Spielberichte 2. Männer
Von: Jens Germans

2. Männer: Jubel nach Auswärtssieg


Das Unglaubliche ist wirklich geschehen. Die eigentlich nicht vorhandene Möglichkeit auf einen Erfolg bei der 4. Mannschaft des Stralsunder HV haben die Männer der 2. Mannschaft der Handball SG Greifswald genutzt. Mit großem Kampfgeist und der nötigen Portion Routine trotzten sie dem jugendlichen Elan des Gastgebers.

Mit nur sieben Feldspielern angereist sah man sich einer jungen Stralsunder Mannschaft mit ausreichend Wechselmöglichkeiten gegenüber. Durch eine kontrollierte, den Greifswalder Handball prägenden defensiven Spielweise wollte man das Tempo aus der Partie nehmen, um auch am Ende der 60 Minuten ausreichend Luft zum Atmen zu haben. Das Vorhaben wurde sehr gut umgesetzt. 

Zu Beginn zeigte sich die SG-Sieben in der Abwehr vom Stralsunder Spiel ein wenig überrascht (2:4), doch mit zunehmender Zeit fanden die Gäste immer besser ins Spiel. Die Deckung stand wie ein Bollwerk und auch im Angriff konnte man Akzente setzen. Insbesondere Frank Wodke und Ronny Saß sorgten aus dem Rückraum für die nötige Entlastung. Lohn war der Ausgleich zum 4:4 (10.). In der Folgezeit war keine Mannschaft in der Lage, sich entscheidend abzusetzen. Auf beiden Seiten wurden reihenweise beste Einwurfmöglichkeiten vergeben. Es war schon zum Haare raufen, wie fahrlässig die SG-Männer die Chancen ausließen. Trotzdem erarbeiteten sich die Spieler um Trainer Andreas Finkenstein zur Pause ein kleines Polster. Beim 11:8 wurden die Seiten gewechselt.

Überrascht von der eigenen Führung wollte man die Chance beim Schopfe packen, die Punkte aus der Diesterweg-Sporthalle zu entführen. Doch auch die Gastgeber kamen motiviert aus der Pause und  legten beim Tempo noch eine Schippe drauf. Zunächst jedoch verwalteten die Greifswalder ihren Vorsprung und bauten ihn auf 4 Tore aus (14:10, 16:12). Es sollte sogar noch besser werden. Nach rund 45 gespielten Minuten führte die SG-Sieben mit 19:14. Im Gefühl des sicheren Sieges vernachlässigten die Gäste die Deckungsarbeit. Die nimmermüden Stralsunder drückten weiter auf die Tube und holten Tor um Tor auf. Konditionell ging es bei Handball SG jetzt an die letzten Reserven. Im Abschluss fehlte es dadurch an der nötigen Frische und Konzentration. Die Ballverluste wurden durch den SHV gnadenlos im schnellen Umkehrspiel bestraft. So erzielten die Gastgeber nicht unverdient den Ausgleich zum 20:20 (52.) Das Spiel drohte zu kippen. 

Die letzten Kräfte wurden mobilisiert und die Gäste legten 3 Tore vor. Stralsund schloss wieder auf (22:23), die SG erzielte ihrerseits den 24. Treffer. Ein Stralsunder Tor brachte das 23:24 und die Manndeckung. Anwurf. Einen klugen Pass vom besten Greifswalder, Ronny Saß, verwertete Martin Giebner zum 25:23 Erfolg der Handball SG II. 

Trainer Andreas Finkenstein meinte nach dem Spiel: „ Kompliment an meine Mannschaft. Damit habe ich nicht gerechnet. Glücklich oder verdient, die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Wir haben uns für unseren immensen Aufwand belohnt“.

Handball SG spielte mit: Germans, R. Finkenstein (4), Giebner (3), Wodke (5), Kinnen (1), Bennewitz (2), Saß (9), M. Altenburg (1)


 

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