< HC-Männer im Pokal gefordert
Dienstag 24. Oktober 2017 00:08 Alter: 240 Tag(e)
Kategorie: Spielberichte 1. Männer
Von: Mayk Schulz

HC-Männer werfen Titelverteidiger aus dem Pokal


Ribnitzer HV - HC Vorpommern-Greifswald 22:27 (12:13)

Der HC Vorpommern-Greifswald zieht ins Achtelfinale um den Landespokal ein. So nüchtern könnte man das Ergebnis des Spiels vom vergangenen Samstag in Ribnitz zusammenfassen. Aber das würde nicht zum Ausdruck bringen können, mit welcher tollen Leistung dies gelungen ist. Noch vor dem Spiel hätten wohl nicht viele damit gerechnet, denn bei den Greifswaldern fehlte mit Christoph Schulz der Kapitän und Spielmacher und mit Daniel Wodke und Andreas Teige zwei der erfahrensten Spieler der Mannschaft die nicht nur in der Defensive Garanten für die Erfolge der letzten Spiele waren. So stellte das Trainergespann Krabbe/Mahlitz die wohl jüngste Mannschaft der vergangenen Jahre zusammen. Und ihr Vertrauen in die Jugend sollte auch belohnt werden, denn die Mannschaft präsentierte sich als ein Team und war von der ersten Sekunde an bestrebt, den Einzug in die nächste Runde zu schaffen. In der Anfangsphase sahen die Zuschauer dann ein äußerst ausgeglichenes Spiel. Bis zum 5:6 in der 12. Spielminute konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen. In den folgenden Minuten bestimmten dann die Hansestädter mehr und mehr das Spielgeschehen und gingen in der 20. Minute erstmalig mit 3 Toren beim Stand von 6:9 in Führung. Nun schlichen sich einige Fehler ins Spiel der HC-Männer ein und die Gastgeber schlossen in der 23. Minute zum 8:9 auf. Man merkte den Ribnitzern in dieser Phase deutlich an, dass sie auf den verletzten Michael Jacobsen verzichten mussten, denn seine fehlende Torgefahr aus dem Rückraum konnten sie nicht ansatzweise kompensieren. So verschärfte die junge Greifswalder Mannschaft das Tempo nochmal und setze sich in der 26. Minute bis auf 8:12 ab. Leider konnte dieser Vorsprung nicht mit in die Kabine genommen werden. Es fehlte nun etwas die Präzision im Angriff und auch technische Fehler schlichen sich nun ein, die von den Bernsteinstädtern gnadenlos genutzt wurden, so dass es mit einer knappen Führung von 12:13 in die Katakomben ging. Besonders viel gab es bei der Kabinenansprache nicht zu bemängeln. Das Spiel lief bisher aus Greifswalder Sicht überraschend gut. Und es sollte noch viel besser werden.

Nach dem Wiederanpfiff wurde der Grundstein für den Erfolg gelegt. In der Abwehr kämpfte man um jeden Ball. Wenn dann doch mal ein Ball durchkam, war das meist die Beute für den glänzend aufgelegten Sven Rohleder im Greifswalder Kasten. Tor um Tor konnte man sich bis auf 13:19 absetzen und so ging der HC Vorpommern-Greifswald in der 41. Minute erstmalig mit 6 Toren in Führung. Als in der 47. Spielminute der Rückstand der Gastgeber beim 15:22 schon 7 Tore betrug, reagierte der Ribnitzer Trainer mit seiner Auszeit. Dadurch ließ sich die junge Greifswalder Mannschaft etwas aus dem Konzept bringen, denn der Vorsprung schmolz nun bis auf 3 Tore, als in der 53. Minute das 20:23 auf der Anzeigetafel erschien. Doch man fand die passende Antwort und durch zwei schnelle Tore setzte man sich wieder auf 20:25 ab. Damit war das Spiel nun endgültig entschieden, denn die Tore fielen nun abwechselnd auf beiden Seiten bis zum Endstand von 22:27. Der Greifswalder Trainer Thomas Krabbe hatte nach dem Spiel allen Grund zur Freude: „Wir haben heute eine ganz starke Mannschaftsleistung gesehen. Vielleicht haben uns die Ribnitzer auch etwas unterschätzt aber es lief heute einfach alles für uns. Die junge Mannschaft hat wirklich viel Courage gezeigt und sich den Einzug ins Achtelfinale wirklich verdient.“ Der Gegner steht auch schon fest, denn man empfängt Anfang nächsten Jahres den SV Matzlow-Garwitz.

7-Meter: Greifswald  4/4, Ribnitz 2/2
2-Minuten: Greifswald 2; Ribnitz 1

HC Vorpommern-Greifswald spielte mit: Rohleder, Dehne (beide im Tor), Lüthke (4 Tore), Bleul, Warmer (3), Osnowski, Marks (8/4), Borchardt (1), Wessel (5), Mahlitz (3), M. Schultz (3)

Foto: (c) Marco Schwarz


 

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